So war der Titel des Vortrags, den ich gestern im Rahmen des Vertriebsleitertreffens beim Landesverband Niedersachsen-Bremen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gehalten haben.

Die Bilanz war nicht euphorisch, die Botschaft aber klar – mit ganz wenigen Ausnahmen kann es sich ein Verlag, gleich welcher Ausrichtung, eigentlich nicht mehr leisten, nicht bei Facebook präsent zu sein. 22 Mill. Nutzer/innen im wichtigsten Lesealter kann ein Verlag nicht ignorieren, statt dessen muss er kommunizieren.

Das bedeutet für viele Verlage eine Zeitinvestition, die sie manchmal nicht leisten können, manchmal nicht leisten wollen – dabei profitieren am Ende auch Verlage von diesem Engagement. Denn noch lässt sich der Gewinn von Facebook als Marketing-Tool kaum in Umsatzzahlen messen. Den Gewinn, den Verlage durch die Kommunikation mit ihren Leser/innen aus Facebook ziehen, stellt sich auch in Form von Anregungen, Feedback und klarer Kritik, die sich eben nicht auf der Ebene des Feuilletons abspielt, ein:

Was bringt Facebook für Verlage?
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3 thoughts on “Was bringt Facebook für Verlage?

  • 31. Januar 2012 um 11:45
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    Ich habe noch nie so viele – im Buchhandel – weithin unsichtbare tolle Verlage kennengelernt wie durch Social Media. Zuerst per Twitter, aber viel runder und ausführlicher bei FB. Dabei stelle ich fest, dass genau das wirkt, was Verlagen die meiste Arbeit macht: Persönliche Kommunikation, Leidenschaft und Begeisterung für die eigenen Bücher, die eigene Arbeit. Wer nur Termine und Neuerscheinungen ablädt, erreicht zumindest bei mir keinen Effekt, das wirkt wie das Verstopfen eines Briefkastens mit Werbemüll.

    Ich kann drum gerade die im Kettenbuchhandel nicht gut behandelten Verlage und Indieverlage nur ermuntern: Zeigt euch, aber macht euch spannend und kommuniziert! Mittlerweile beziehe ich 95% aller Leseempfehlungen aus dem Internet (FB, Blogs) – und ich zähle zu den Vielkäuferinnen.

    Natürlich kann man es nicht messen, warum ich dann ganz woanders meine Bücher kaufe. Social Media wirken zwar sehr indirekt, aber sie wirken (sehe ich auch an den eigenen Buchverkäufen).

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  • 21. Februar 2012 um 15:07
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    Nicht nur interessant zu lesen und kurz&knackig, sondern auch optisch wunderbar gemachte Präsentation. Danke fürs Online-Stellen, hätte ich ja sonst verpasst 🙂

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  • Pingback:“facebook und prezi” oder was das eine mit dem anderen zu tun haben kann | wegholz

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