Und wenn sie es sind, dann sind sie in ihrem Tun dennoch zur Rechtschaffenheit und Rechenschaft z.B. Chefinnen/Chefs und Kund/innen gegenüber verpflichtet. Das heißt, sie sind eher griechische Götter, solche, die vor Urteilen und Strafen nicht gefeit sind.

So bestätigte das Landgericht München in einem Urteil vom Juli (Az. 11 Sa 54/09) den Rauswurf eines Systemadministrators, der die Mails eines seiner Chefs gelesen und an seinen anderen Chef weiter geleitet hatte, um diesem zu beweisen, dass der andere Chef der Firma Schaden zufüge.

Systemadministratoren müssen also auf alles zugreifen können, dürfen es aber nicht und dürfen die Daten, die vor ihnen ausgebreitet liegen, nicht verwenden, in wessen Sinne auch immer. Sie haben den Werkzeugkoffer zur Macht und dürfen ihn nicht öffnen. Das ist hart. Vielleicht sind sie deshalb manchmal so unausstehlich.

Sysadmins sind doch keine Götter
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