Sie ist ganz unbedingt unsere Lieblingsministerin im Kabinett. Das war sie auch früher schon, als sie in der letzten kohlliberalen Koalition als eine der wenigen in ihrer Partei gegen den großen Lauschangriff votierte und daher als Ministerin zurück trat.

Und ist in der neuen Ausgabe des Spiegel (leider nur in der Printversion), in der Google mal wieder Titelthema ist, ein Interview mit ihr, in dem sie Google erstens kritisiert und zweitens rechtliche bzw. gesetzgeberische Schritte ankündigt, um der Google-Gigomanie Einhalt zu gebieten.

Das ehrt Frau Leutheusser-Schnarrenberger und nicht zuletzt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels stellt den Verweis auf das Interview als Top-Meldung auf seine Website. Einige Dienste des Suchmaschinen-Riesen wie Google Street View oder Google Earth, der Grundstücke in hoher Auflösung aus der Vogelperspektive zeigt, seien „rechtlich unbedingt prüfenswert“, so die Ministerin. Und „Mich stört dieses Vorpreschen, diese Gigantomanie, die auch bei der Google- Buchsuche durchscheint“. Mich stört Googles großer Fotoangriff auch, aber ist das realistisch? Zittert Google jetzt? Wird man ein Unternehmen wie Google mit Gesetzen längerfristig tatsächlich davon abhalten können, etwas zu tun, was sie theoretisch tun könnten?

Don’t be naive.

Leutheusser-Schnarrenberger gigantoman
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