Rotwein und Kondome oder Klopapier?

Deutschland hamstert Klopapier. Frankreich, so war zu hören, hamstert Rotwein und Kondome. Wüsste man nur das über diese beiden Länder, wo würde man wohl lieber leben wollen?

Nein, ich möchte Deutschland nun gar nicht bashen und ich finde, das deutsche Krisenmanagement bisher beachtlich und bewundernswert. Aber die Nachricht vom deutsch-französischen Hamsterverhalten erinnerte mich an ein linguistisch-landeskundliches Seminar vor 100 Jahren während meines Studiums.

Anal contra genital

Wir analysierten deutsche und französische Schimpfwörter. Wichtiges Beispiel war das französische con, das zunächst die weiblichen Genitalien bezeichnet. Von con werden  viele Schimpfwörter abgeleitet, connard, connasse, con comme la lune, à la con…  Diese finden im Deutschen oft Entsprechungen in Kombinationen mit ArschArschloch, Arschgesicht, leck mich am Arsch, geht mir am Arsch vorbei… 

Die Dozentin nahm das als Beweis für die These, dass die deutsche Sprache und davon abgeleitet auch die deutsche Mentalität, in emotionalen Situationen eher anal strukturiert, während französische Emotionsausbrüche eher genital geprägt seien.

Also, sage mir, was du hamsterst und ich sage dir, wer du bist. Unser Vorratsschrank ist voller Hülsenfrüchte, Reis, Mehl, Getreideflocken. Olivenöl haben wir ausreichend für die nächsten Monate. Das Hundefutter sollte auch noch eine ganze Weile reichen. Da wir gerade in alkoholfreier Fastenzeit sind, haben wir kein Bier, keinen Rotwein – nur Brandy und Whiskey für richtige Notfälle.

Und was hamstert ihr so?

Ach ja, US-Amerikaner*innen kaufen Waffen in diesen Zeiten.

Was Klopapier über uns erzählt

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