corona virus illustration

Am Montag startet im FrauenComputerZentrumBerlin ein neuer Durchgang des viermonatigen Kurses Content und Social Media Management,

in dem ich seit vielen Jahren Themen rund um Cloud Computing, Datenschutz, Arbeitsplatzeinrichtung und Social Media Technik unterrichte.

Da ich momentan in Oberbayern bin, wo ich seit einiger Zeit zeitweise lebe, hätte ich dafür nach Berlin anreisen müssen. Ich habe mich sehr auf die Berliner Wochen gefreut.

Allerdings kamen mir die letzten Tage tatsächlich Zweifel, ob es so klug ist, in diesen Tagen mit dem Zug durch die Welt zu reisen

und mich an Orten aufzuhalten, wo mein Lebensmittelpunkt gerade nicht ist. Weil es eben sein könnte, dass alle Maßnahmen, die gerade in Italien ergriffen werden, hier auch umgesetzt werden müssen.

Und nachdem ich Berichte von Ärzten Norditalien gelesen habe (z.B. hier), bin ich überzeugt, dass wirklich fast alles getan werden muss, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Nur das kann verhindern, dass es zu einer Situation wie in Italien kommt, wo überfüllte Krankenhäuser alte Menschen mit Atemwegserkrankungen nicht mehr aufnehmen, weil ihre Überlebenschancen auch mit Behandlung nicht allzu groß sind und dann besser Menschen mit besseren Chancen in den viel zu wenigen Betten behandelt werden. Wo Ärzte knallhart entscheiden müssen, wer noch behandelt wird und wer nicht.

Und wie geht verlangsamen?

Stillhalten, nicht unnötig unter Menschen gehen, virenschleudernde Klimaanlagen (Zug, Flugzeug) vermeiden, Abstand halten und natürlich: Hände waschen, in die Armbeuge niesen, auf Shakehands verzichten, kein Küsschen. 

Es geht nicht um mich, ich bin gesund, habe keine Vorerkrankungen, bin normalerweise recht robust bei Krankheitswellen. Es geht darum, dass ich bei Ansteckung zum Virenvehikel werde … All das lässt sich gerade zur Genüge nachlesen.

Heute rief mich das FCZB an und fragte, ob ich meine Unterrichtstage auch per eLearning abhalten könne.

Die Fortbildungsleitung finde es nicht verantwortbar, dass ich wegen des Kurses mit dem Zug durch ganz Deutschland reise. Zumal momentan ja jeden Tag mit neuen Maßnahmen zu rechnen sei, z.b. dass der Kurs ganz abgesagt, verschoben oder ins Internet verlagert werde.

Ich finde das eine sehr verantwortungsvolle Entscheidung, vielen Dank, liebes FCZB dafür!

Und, je länger ich darüber nachdenke, desto mehr freue ich mich auf die Herausforderung, meine Themen spannend via eLearning an die Frau zu bringen.

Wir werden skypen, chatten, im Forum diskutieren. Wir werden auf Facebook live gehen, Webinar-Tools testen, Skripte lesen, Linksammlungen erstellen und via Social Media darüber berichten. 

Ein toller Job!

Corona & eLearning

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